Ilse Frentz

Gedichte von uns’ Vereinsmaat Ilse Frentz

Verantwurtung

Wenn du verspräkst, dat dörf so blieben,
denn warden dusend Knospen drieben,
denn dei Natur verlangt nich väl.
Schriet di nich an ut vuller Kähl.
Sei gifft blot trüch, wat du ehr günnst,
weil du ehr Läben nahempfindst.
Ilse Frentz 

 

Namensgäbung Reuter-Eick Reutershagen 30.10.2007

Du schöne Siedlung Reutershagen
in Ihren dienen Namen dräg.
Ein gaude Eick - vör Tieden tagen, 
steiht hüt vör uns - in`n Krischanweg.

Hüt kriggst du dienen Ihrennamen -
Fritz-Reuter-Eick, dei steiht di tau.
Du büst gaud wussen un willkamen.
„Scheit“ in dei Höcht, as Eick - mantau!

Wi wünschen ümmer, bi Storm un Is
in Meckelborg an’t Meer - uns Stadt
einen gauden Stand - un holl di wiss,
so as Fritz Reuter un uns Platt!
Ilse Frentz 

 

Koppstein

Wenn man oewern Koppstein löppt,
dorbi sienen Fründ eins dröppt,
dei sien Piep hett dägt in' Brand,
höllt dat Glück man in dei Hand.
Rusige Novemberdag`,
kam nu man, wat kamen mag.

 

Uns' Vereinsmaat Ilse Frentz hett sick tau Naturgewalten Gedanken makt, de in Riemels bröcht un dormit ok noch glieks den 3. Platz bi den Lyrikwettbewerb 2005 von den Freien Deutschen Autorenverband, Landesverband Hamburg, afrümt.

Naturgewalten

Ja, wenn an'n Häwen Ümgang is-
ganz deip de Wulken drieben,
dei Sünn rupschient, denn kann gewiß
dei Minsch dat kum beschrieben.

As wenn't ein Urupführung gifft.
Dei Wind regiert dor baben
un Wulken uteinannerdrifft,
harr's grad tausamenschaben.

Bi´n Anblick ward dei Minsch ganz still.
Gebilde un Gestalten
erkennt hei, wenn hei's seihen will.
Dat sünd Naturgewalten.

 

An' n Wegrand 

An' n Wegrand  fünn ik grad ein lüttes Wunner.
Ik künn dor nich achtlos vöroewergahn
Dei Heckenrosen bläuhten, witt Holunder.
Väl Blaumen säg man in dei Rund' dor  stahn.
Dei Heckenrosen bläuhten, witt Holunder.
 -  in dei Rund' dor  stahn. 

Ganz in Geheimen sei sik unnerhollen
un meinten ünner sik, man upwärts sträwt.
Verbunnen streng mit dei Naturgewalten,
dor jederein sien Eigenläben läwt.
Verbunnen streng mit dei Naturgewalten,
- sien Eigenläben läwt. 

Dei hoge Bom weit von sik, dat hei wirke.
Dei Böm nicken taufräden up ehrn  Stand.
Doch von sik innahmen schult dei schöne Birke
so in dei Rund' in ehr swart- witt Gewand.
Doch von sik innahmen schult dei schöne Birke,
-  in ehr swart- witt Gewand.

Verdrömt läwt sei upstunds in  Fantasie
un glöwt ‚ sei is dei Schönste - oewerall.
Schönheit vergeiht un dat begrippt sei nie.
Doch eines Dags kümmt Hochmut vör den'  Fall.
Schönheit vergeiht un dat begrippt sei nie.
-   kümmt Hochmut vör den'  Fall.

 

Dei korten Dag'

Natur, sei höllt sick in de Waag'
Die Näbel löst sick langsam up
Bilütten körter ward'n dei Dag' -
Dagdäglich einen lütten Schubb.

Wi deilen uns de Stunnen in,
Sei lopen fix – üm disse Tiet.
Wenn af un tau eins schient de Sünn',
Denn sünd wi miteinanner quitt.

So is dat woll – bi uns in' Läben.
Dat is ein Kamen un ein Gahn.
Dat is ein Nähmen un ein Gäben
Un bräkt sick ümmer werrer Bahn.

„Rostocker 7“

Mit uns Rostocker Söben
in fröhlicher Runn´
hebben ünner den‘ Häwen
Plattdütsch Frünn‘ sik infunn´.
Rostock, Warnow, Ostsee,
sünd Hart un ein Seel.
Dei schönste Idee‚
as Küstenjuwel.

Kenneworden verbinn´-
un gahn nie verluren.
Rosengorden - söben Linden-
söben Brücken -  söben Duren-
söben Straten an‘ Mark-
söben Rathustörm stahn-
söben Törm – Marienkark-
söben Glocken gliek slahn.

Bi Schönheit fählen Würd´.
Man belött dat dorbi.
Uns Rostock ward kührt
As Nurdharmonie.
Bi Schönheit fählen Würd´.
Man belött dat dorbi.
Uns Rostock ward kührt
As Nurdharmonie.