BuernrÀgeln

BuernrÀgeln
WorĂŒm heit dat BuernrĂ€geln?
Dei Anfang dei WĂ€derrĂ€gel laten sik bet ins 9. Johrhunnert na Christi taurĂŒchverfolgen. 
Dei meisten Riemels kamen oewer ut ‘t 13. un 14. Johrhunnert. 
Dei klore Riemelform wier wichtig, wiel sei lange Tiet blot mĂŒndlich, von een’ Buern 
tau 'n nĂ€chsten wieder vertellt wĂŒrden

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Januor
Sneimaand
Iesmaand

Januor möt vör KĂŒll knacken, wenn de Aust sall gaud sacken.
Wenig Wader – vĂ€l Wien; vĂ€l Wader – wenig Wien.
Bringt de Januor warmen RÀgen, fÀhlt naher de AustsÀgen;
Is hei oewer kolt un klor, giwwt't gewiß een godet Johr.
Schriecht bi't Schlachten dull dat Schwien, ward em dat nich paßlich sien.
Wenn Januori natt, bliwwt lerrig dat Fatt.
An Amalie (10.1.) Sonnenschien, bringt vÀl Kuurn un Weiten in.
Wasst dat Gras in’n Januor,blifft ‘t man lĂŒtt dat ganze Johr.

 

Februor
Hornung
Taumaand

Klingt vör Lichtmeß (2. Februor) Lewarksang, ward mi vör dat Fröhjohr bang.
Is't in'n Februor siehr warm, friert man Ostern bÀt in'n Darm.
Klorer Februor – gaudes Roggenjohr.
In'n Februor is de Snei bĂ€der as Meß.
SpĂ€len de MĂŒcken in'n Februor, frieren Schaap un Imm' dat ganze Johr.
Bringt Eulalia (12.2.) SĂŒnnenschien, denn gifft ‘t vĂ€l Åft un goden Wien.
Wenn nieges Ies Mathias (24.2.) bringt, so frĂŒst ‘t noch viertig DĂ„ch, wenn noch so schön dei Lewark singt, dei Nacht bringt niege PlĂ„ch.

 

MĂ€rz
Lenzing

Drögen MÀrz un natten Mai, freut den Buern un de Kreih.
Sall de Gorden daun sien Dingen, möt Gertrud (17.03.) uns SĂŒnnenschien bringen.
Schient ĂŒm den 28. MĂ€rz (St. Ruprecht) orrig de SĂŒnn, ward de Juli mierstendeels heiter un schön.
Wer in'n MĂ€rz tau frĂŒh deit sein, hett oft nahstens nicks tau meihn.
Bugen de Schwölken in ’n April, gifft ‘t Fauder un Kuurn as de Bur will.
Wenn in’n MĂ€rz noch Ostern licht,behöllt dat Brot ‘n gaut Gewicht.

 

April
Ostermaand
Launing

Wie de ierste HĂ€lft April, so is ok de Sommer.
Wat in'n April waßt, steiht in'n Mai fast.
Is de April all warm un schön, lött de Mai sick lang' nich seihn.
Je fröher in'n April de Schlehduurn blĂ€uht, ĂŒm so frĂŒher Jacobi (25. Juli) de Aust glĂ€uht.
De April drifft sien Spill; drifft hei't tau dull, ward de Tenn' recht vull.

 

Mai
Wonnemaand

As an’n Himmelfohrt dat WĂ€der lett, sick den ganzen Harwst dat hett.
VÀl MaikÀfers laten up een gaudet Johr hoffen.
In'n Mai 'n warmen RĂ€gen, bedĂŒd't FrĂŒchtesĂ€gen.
Dunnert dat in'n Mai recht vÀ, hett de Buer gewunn' Spill.
Dröger Mai – Juni natt, is de RĂ€gel, mark di dat!
Een Immenschwarm in’n Maigellt woll Fauder Heu.

 

Juni
Gewiddermaand
Johannismaand
Brachet

Juni: JohannirÀgen bringt keinen SÀgen
Hett Margaritt (10.06.) keinen SĂŒnnenschien, denn kĂŒmmt dat Heu nich drög rin.  
Giww't in'n Juni DonnerwĂ€der, ward ok dat Getreide fetter.  
Juniwind un Minschensinn Ànnern oft sick un swinn.

 

Juli
Heumaand

Wat de Juli nich kaakt, kann de September nich braden.  
Ielt de Gaus tau'n Badediek, kĂŒmmt de RĂ€genwulk ok gliek. 
KartĂŒffelrĂ€gen – KartĂŒffelsĂ€gen.  
RÀgen in de tweite JulihÀlft höllt giern an.

 

August
Ernting
Austmaand

De Dak (NĂ€bel) is den’n August so not, as jedermann sien dĂ€glich Brod.
Hitt an'n Sankt Dominikus (4. August), een strengen Winter kommen mutt. 
Wat in'n August nich kaakt, kann in'n September nich braden.
Nah Laurentidag (10. August) waßt dat Holt nich miehr.

 

September
Holtmaand
Scheiding
Harwstmaand

Dunnert’t oft in’n September, giwwt dat vĂ€l Snei in’n Dezember.
Wie't WĂ€der is an'n Aegididag (1.9.), so is't ok viertig Dag dornah.
Wie sick dat WĂ€der an Maria Geburt (08.09.) wiest, sall't wiedere vier WĂ€ken sien.
Wecker ĂŒm Egidi (1.9.) seit, in'n nĂ€chste Johr vĂ€l Kuurn afmeiht.
VĂ€l riepe Eikeln up Michaelis (29.09.), vĂ€l Snei ĂŒm Wiehnachten.
VÀl Eckern in`n September, vÀl Snei in`n Dezember.

 

Oktober
Wienmaand
Dachsmaand

Warmer Oktober – gelinner Winter; ruhger Oktober – harter Winter.
Is de Oktober kolt, warden de Rupen nich old.
Sankt Gall (16.10.) kĂŒmmt de Koh in'n Stall.
Wurans in'n Oktober de RÀgen susen, so in'n Dezember de Störme brusen.
VÀl RÀgen in'n Oktober, vÀl Snei in'n Winter.
OktoberwĂ€der wiest uns an, wurans dat ĂŒm den MĂ€rz ward stahn.
In’n Oktober dei NĂ€bel deip un vĂ€l, bringt in’n Winter FlockenspĂ€l.

 

November
Windmaand
NĂ€belmaand

Is de November kolt un klor, ward trĂŒw un mild dei Januor.  
Wenn de GĂ€us ĂŒm Martini up Ies stahn, möten se Wiehnachten in 'ne Schiet gahn.
Wenn't in'n November kĂŒmmt RĂ€gen un Frost, dat de Saat dat LĂ€ben kost't.
Friert in'n November all tiedig dat Wader, denn is't in'n Januor ĂŒm so natter.
Gifft’t in’n November tiedig Ies,ward de Januor natt gewiß.
Is dat an`n St. Martin (11.) hell, makt hei dat Ies ganz schnell.
Dreigt mal de Storm von Nurd nah Ost, gifft dat bald nachts denn iersten Frost.
Storm von West is nich bÀder, hei bringt nattkolt RÀgenwÀder.

 

Dezember
Wiehnachtsmaand
Julmaand

Drögen Dezember - dröget Fröhjohr - drögen Sommer.
HĂŒppt in'n Klewer Wiehnacht de Kreih, sitt se Ostern rĂŒm in'n Snei.
Wiehnachten natt, makt lerrig Spiker un lerrig Fatt.
Wenn de Christnacht hell un klor, folgt een höchst gesÀgnet' Johr.
Wurans de Dezember piept, so danzt de Juni.
RĂ€gent an ‘n St. Nikolaus (6.12.), ward de Winter streng un graus.